Das Netzwerk
Das Kultips Netzwerk wurde 2019 auf Initiative der Bundesarbeitsgemeinschaft Künstlerische Therapien ins Leben gerufen und gemeinsam mit der Deutschen Musiktherapeutischen Gesellschaft als Trägerverein aufgebaut. Der Aufbau des Netzwerkes wurde im Zeitraum von März 2019 bis März 2020 und erneut ab 2026 durch die Stiftungen Aktion Mensch, Andreas Tobias Kind, Sparda Bank und Seelische Gesundheit finanziell gefördert.
Ausgangspunkt der Netzwerkarbeit ist die Überzeugung, dass kulturelle Aktivitäten einen wichtigen Beitrag zur Stärkung der psychischen Gesundheit leisten. Dennoch ist die Teilhabe am kulturellen Leben für Menschen mit psychischen Beeinträchtigungen bis heute oft mit Hürden verbunden. Viele Betroffene berichten, dass sie vor ihrer Erkrankung durch kulturelle Angebote Kraft schöpfen konnten und diese Ressource auch nach einer Therapie wieder nutzen möchten.
Das Netzwerk verfolgt daher das Ziel, die kulturelle Teilhabe für alle Menschen – unabhängig davon, ob sie von einer seelischen Beeinträchtigung betroffen sind oder nicht – zu stärken. Es setzt sich dafür ein, Zugänge zu kulturellen Angeboten zu erleichtern und Menschen dazu zu ermutigen, entsprechend ihren individuellen Interessen aktiv oder rezeptiv am kulturellen Leben teilzunehmen.
Ein zentraler Bestandteil der Arbeit ist der Austausch zwischen unterschiedlichen Akteurinnen und Akteuren. Dazu gehören Betroffene, Kulturanbieter*innen, sowie Fachkräfte aus dem Sozial- und Gesundheitswesen. Gemeinsam werden bestehende Barrieren identifiziert und Strategien entwickelt, um diese langfristig abzubauen.
Im Rahmen der Projektphase wurden bundesweit bestehende Angebote recherchiert und potenzielle Netzwerkpartner*innen angesprochen, um eine nachhaltige Zusammenarbeit aufzubauen. Unterstützt wurde das Vorhaben unter anderem durch den Deutschen Kulturrat, der das Projekt im Kontext des Tags der Seelischen Gesundheit öffentlich sichtbar gemacht hat.
Das Netzwerk versteht sich als offene Plattform, die Menschen und Institutionen zusammenbringt, die kulturelle Teilhabe inklusiver gestalten und die gesundheitsfördernde Wirkung von Kultur stärken möchten.
Weitere Informationen zum Projekt unter folgenden Links: